Menschen diskutieren gemeinsam an einem Tisch

Projekt

Trägheit beim Kind: Von der moralischen Etikette zum klinischen Syndrom Eine integrative Betrachtung aus der Perspektive der Psychologischen Anthropologie, der Psychoanalyse und der Pädagogischen Psychologie (1)

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine kritische und erschöpfende Dekonstruktion des auf Kinder angewandten Konzepts der „Trägheit“ vorzunehmen und aufzuzeigen, dass es sich dabei um ein soziales Konstrukt und eine moralische Etikette handelt, nicht um eine wissenschaftlich validierte psychologische Entität oder…

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine kritische und erschöpfende Dekonstruktion des auf Kinder angewandten Konzepts der „Trägheit“ vorzunehmen und aufzuzeigen, dass es sich dabei um ein soziales Konstrukt und eine moralische Etikette handelt, nicht um eine wissenschaftlich validierte psychologische Entität oder Charaktereigenschaft. Das Hauptziel ist die Neukonzeptualisierung von Verhaltensweisen der Vermeidung, des Aufschiebens und der Schulverweigerung aus der Perspektive der noetischen Intentionalität, der Kulturanthropologie und der Pädagogischen Psychologie. Darüber hinaus wird angestrebt, die Ursprünge und sozialen Funktionen dieser Etikette zu identifizieren und ihre tiefgreifenden Auswirkungen auf die pädagogische Beziehung, die Identitätsentwicklung des Kindes und die Familiendynamik zu analysieren, insbesondere im rumänischen kulturellen Kontext mit all seinen historischen und wertspezifischen Besonderheiten.