Sequenziergerät und Proben im Genomiklabor

Projekt

Medienkompetenz als Lehrinhalt an Volkshochschulen

Zusammenfassung Die Studienlage zu Medienkompetenz als Lehrinhalt an Volkshochschulen deutet auf eine langandauernde Konjunktur instrumentell-qualifikatorischer Medienkompetenzen zu vorrangig berufsbezogenen Themen hin, welche seit Jahrzehnten Bestand hatte. Ob und in welchem Maße sich Medienkompetenzbezüge in Program…

Zusammenfassung Die Studienlage zu Medienkompetenz als Lehrinhalt an Volkshochschulen deutet auf eine langandauernde Konjunktur instrumentell-qualifikatorischer Medienkompetenzen zu vorrangig berufsbezogenen Themen hin, welche seit Jahrzehnten Bestand hatte. Ob und in welchem Maße sich Medienkompetenzbezüge in Programmen von Volkshochschulen infolge der Covid-19-Pandemie verändert haben, wurde in der jüngeren Vergangenheit bislang unzureichend beforscht und stellt sich daher als Frage des vorliegenden Beitrags. Hierzu wurde ein Sample von fünf Einrichtungen gebildet. Von diesen wurden Halbjahresprogramme aus dem letzten Planungszyklus vor Ausbruch der Pandemie sowie Programme aus der Zeit nach Pandemieende anhand der Medienkompetenzmodelle von Baacke (1996) und des DigComp 2.2 AT (BMDW 2018) mittels einer Programmanalyse ausgewertet. Die Forschungsbefunde verweisen darauf, dass bei der Mehrzahl der untersuchten Einrichtungen die Anzahl der Angebote insgesamt abgenommen hat, der Anteil der Angebote mit Medienkompetenzbezug mehrheitlich jedoch zugenommen hat. Zudem deuten die Ergebnisse auf eine moderate Verlagerung weg von grundlegenden Bedien- und Anwendungskompetenzen hin zu einem kritischen und kreativ-gestalterischen Umgang mit Medientechnologien an, auch wenn Medienkunde die Programme weiterhin wesentlich prägt. Im Beitrag werden die Ergebnisse anhand von Studienbefunden der Programmforschung sowie anhand von Themenkonjunkturen während der Pandemie und damit einhergehendem Nachfrageverhalten diskutiert.