Sequenziergerät und Proben im Genomiklabor

Projekt

Konsolidierende und disruptive Erziehungswissenschaft

Zusammenfassung In der Wissenschaftswelt haben Daten, wonach die Forschung international und über Disziplingrenzen hinweg immer seltener bahnbrechende Befunde hervorbringt, also weniger disruptiv ist, zu einer breiten und selbstkritischen Diskussion geführt. Zugleich wird in diesem Diskurs eine konsolidierende Forschu…

Zusammenfassung In der Wissenschaftswelt haben Daten, wonach die Forschung international und über Disziplingrenzen hinweg immer seltener bahnbrechende Befunde hervorbringt, also weniger disruptiv ist, zu einer breiten und selbstkritischen Diskussion geführt. Zugleich wird in diesem Diskurs eine konsolidierende Forschung im Sinne disziplinärer Normalwissenschaft als Ausgangspunkt für die Entstehung disruptiver Erkenntnisse angenommen. In der Erziehungswissenschaft wurde diese Diskussion bislang kaum rezipiert, aus der sich grundlegende Anfragen an den gegenwärtigen Zustand und die künftige Ausrichtung der Disziplin ergeben. Der Beitrag resümiert die aktuelle Situation der Erziehungswissenschaft vor diesem Hintergrund und diskutiert eine mögliche Perspektive für die Allgemeine Erziehungswissenschaft als zugleich konsolidierende und disruptive Reflexionswissenschaft in ihrem Verhältnis zu den angewandten erziehungswissenschaftlichen Subdisziplinen.