Projekt
Chronische Pankreatitis als Risiko für ein okkultes Pankreaskarzinom
Zusammenfassung Bekannte Risikofaktoren des duktalen Pankreasadenokarzinoms (PDAC) sind Rauchen, Übergewicht, metabolisches Syndrom, Typ-2-Diabetes mellitus, starker Alkoholkonsum, positive Familienanamnese und chronische Pankreatitis (CP). Das Pankreaskrebsrisiko ist unterschiedlich ausgeprägt bei sporadischen im Ver…
Zusammenfassung Bekannte Risikofaktoren des duktalen Pankreasadenokarzinoms (PDAC) sind Rauchen, Übergewicht, metabolisches Syndrom, Typ-2-Diabetes mellitus, starker Alkoholkonsum, positive Familienanamnese und chronische Pankreatitis (CP). Das Pankreaskrebsrisiko ist unterschiedlich ausgeprägt bei sporadischen im Vergleich zu hereditären Formen der CP. Am stärksten erhöht ist die Pankreaskrebsgefahr bei Patienten mit einer hereditären bzw. genetisch determinierten CP. Diesen Patienten kann eine Überwachung auf ein Pankreasfrühkarzinom angeboten werden. Als Beginn wird das vollendete 40. Lebensjahr empfohlen oder 20 Jahre nach Krankheitsbeginn, sollte die erste Pankreatitisepisode vor dem 20. Lebensjahr aufgetreten sein. Eine PDAC-Überwachung wird nicht generell empfohlen bei den sporadischen Formen der CP. Bei älteren (≥ 60 Jahre) Patienten mit einer neu diagnostizierten, ätiologisch unklaren Pankreatitis kann eine zeitlich (auf 2 bis 4 Jahre) befristete PDAC-Überwachung erwogen werden. Zu einem gesunden Lebensstil ohne Tabak- und Alkoholkonsum, aber mit regelmäßiger körperlicher Bewegung, ausgewogener Ernährung und normalem Körpergewicht wird jedem CP-Patienten mit Nachdruck geraten.