Sequenziergerät und Proben im Genomiklabor

Projekt

Kommunikative Interventionen in, im und durch Journalismus. Vorschlag für ein Konzept zur Analyse journalismusbezogener Transformationsprozesse

Zusammenfassung Obwohl dem Journalismus seit Jahren eine Legitimitätskrise attestiert wird, zeigt sich seine anhaltende Relevanz unter anderem darin, dass er auch in modernen Medienumgebungen Adressat und Absender von absichtsvollem und interessengeleitetem Handeln ist. In diesem Beitrag argumentieren wir, dass solche…

Zusammenfassung Obwohl dem Journalismus seit Jahren eine Legitimitätskrise attestiert wird, zeigt sich seine anhaltende Relevanz unter anderem darin, dass er auch in modernen Medienumgebungen Adressat und Absender von absichtsvollem und interessengeleitetem Handeln ist. In diesem Beitrag argumentieren wir, dass solches Handeln die Transformation von Journalismus antreibt. Aus diesem Grund kann die Identifikation dieses Handelns sowie der dahinterliegenden Antizipationen und Intentionen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die aktuelle (und zukünftige) Gestalt von Journalismus sowie seine gesellschaftliche Rolle zu erklären. Wir schlagen in diesem Beitrag mit den kommunikativen Interventionen ein Konzept vor, das es erlaubt, den analytischen Blick der empirischen Journalismusforschung auf die Komplexitäten des Wandels zu schärfen. Wir konzipieren kommunikative Interventionen als auf Kommunikation beruhende, performativ sichtbare Handlungen, die von Akteur*innen in spezifischen Interventionskontexten und mit antizipierten Interventionszusammenhängen intentional angewendet werden. Mit Bezug auf Journalismus lassen sich drei Interventionsrichtungen (in, im und durch) unterscheiden. Das heuristische Potenzial des vorgeschlagenen Konzepts zeigen wir exemplarisch anhand von ausgewählten Interventionen in (Künstliche Intelligenz), im (Diversitätsinitiativen) und durch (interpretativer Klimajournalismus) Journalismus.

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