Projekt
How do the emotional and aesthetic effects of AI-generated and artist-designed characters differin video games?
Generative Bild-KI gewinnt im Game Design an Bedeutung, weil sie Produktionsprozesse beschleunigt und Variantenreichtum ermöglicht – zugleich ist offen, ob KI-basierte Charakterdarstellungen im Spielkontext ähnlich ästhetisch und emotional wirken wie von Künstler*innen gestaltete Figuren. Diese Arbeit verortet die Fra…
Generative Bild-KI gewinnt im Game Design an Bedeutung, weil sie Produktionsprozesse beschleunigt und Variantenreichtum ermöglicht – zugleich ist offen, ob KI-basierte Charakterdarstellungen im Spielkontext ähnlich ästhetisch und emotional wirken wie von Künstler*innen gestaltete Figuren. Diese Arbeit verortet die Fragestellung in einem theoretischen Rahmen zu Ästhetik, Emotionalität und Narration, nutzt Archetypen als Deutungs- und Vergleichsgrundlage und kontrastiert künstlerische mit KI-basierten Erstellungsprozessen (inkl. Konsistenz-/Identitätsaspekten) sowie den aktuellen Forschungsstand. Empirisch wird ein kontrollierter A/B-Vergleich über eine Unity-basierte gamifizierte Umfrage umgesetzt: Teilnehmende interagieren in einer spielnahen Szene mit zwei inhaltlich identischen Figurenwelten (gleiche Rollen/Archetypen/Dialoge), die sich ausschließlich in der visuellen Herkunft der Porträts unterscheiden. Erhoben werden demografische und erfahrungsbezogene Kontextvariablen sowie standardisierte Bewertungen (u. a. Professionalität, Glaubwürdigkeit, Lebendigkeit, emotionale Reaktion, Präferenz) und offene Begründungen; die Auswertung erfolgt quantitativ und qualitativ. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Wahrnehmung beider Varianten in mehreren Dimensionen unterscheidet und dabei insbesondere durch Vorerfahrung mit Gestaltung und KI mitgeprägt wird.