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Spielend leben? KI als Aufgabe der Kulturpolitik

Kultur im Wandel -Kulturpolitik als ProzessKultur wird schon sehr lange nicht mehr als ein Begriff verstanden, der ausschließlich solche Prozesse oder Werke beschreibt, die von einer gebildeten Elite als herausragend beschrieben und betrieben werden.Wenn der Amerikanist Jay Mechling Kultur daher als »[…] those stories…

Kultur im Wandel -Kulturpolitik als ProzessKultur wird schon sehr lange nicht mehr als ein Begriff verstanden, der ausschließlich solche Prozesse oder Werke beschreibt, die von einer gebildeten Elite als herausragend beschrieben und betrieben werden.Wenn der Amerikanist Jay Mechling Kultur daher als »[…] those stories that [people] tell one another in order to make sense of their lives« (Mechling 1989: 4) charakterisiert, dann ist dieser Kulturbegriff umfassend und demokratisch.Er unterstreicht den sinnstiftenden Charakter von Kultur und beinhaltet keine Wertung bezüglich der Art und Weise, wie die Kultur Diskurse und Dialoge anzustoßen vermag.Eine am demokratischen Gemeinwesen orientierte Politik eröffnet nicht nur Freiräume für verschiedene Formen der Kultur, sie fördert insbesondere die Kunst, um neue Sichtweisen und Auseinandersetzungen anzustoßen.Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Kulturpolitik in einem weiteren Verständnis alles Handeln eines Staates im Bereich der Kunst bezeichnet: bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik, Literatur.Diese Definitionen vorab sind schon deswegen vonnöten, da wir es allerorten mit einem recht unspezifischen Kulturbegriff zu tun haben, der häufig unreflektiert und undifferenziert synonym mit dem Kunstbegriff verwendet wird.Umso schwieriger wird das Verständnis, wenn man dem Soziologen Armin Nassehi folgt und Kultur als Verweissystem auf etwas versteht, »das nicht sichtbar wird« (Nassehi 2023: 246).In der Folge sei, so Nassehi, »die Latenz, auf die alle Kultur verweist, eine Art immanenter Transzendenz« (ebd.).Was transzendent ist, ist schwer fassbar und gerät in die Gefahr, allzu abgehoben zu wirken, während anderseits dem Storytelling, wie Mechling (1989: 4) es beschreibt, ein umfassendes Moment innewohnt.Wir wollen uns angesichts dieser definitorischen Schwierigkeiten hier auf einen angewandten Begriff von Kultur verlegen, der die Künste -cum grano salis -als Ausdrucksformen der demokratischen Kultur und damit der Selbstvergewisserung des Gemeinwesens und dem Streben nach Erkenntnisgewinn versteht.Kultur, das sind die Erzählungen der Gesellschaft und ihre Manifestationen.Den Politikbegriff verwenden wir, Niklas Luhmann folgend, als jeweils eigenes, in sich kohärentes System -ebenso wie die Kulturverwaltung.»Danach wird in der Politik über die Zwecke der Verwaltung entschieden, während die Verwaltung über

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