Wissenschaftlerin mit Pipette in einem hellen biomedizinischen Labor

Projekt

Proteomic signatures in prediabetes progressing to diabetes or reversing to normoglycemia within one-year

Die Studie untersucht, warum sich Prädiabetes bei manchen Menschen innerhalb eines Jahres zu Diabetes entwickelt, während andere wieder normale Blutzuckerwerte erreichen. Dazu wurden die Konzentrationen von 1.389 Proteinen im Blut von Personen mit Prädiabetes, neu diagnostiziertem Diabetes oder normaler Glukosetoleran…

Die Studie untersucht, warum sich Prädiabetes bei manchen Menschen innerhalb eines Jahres zu Diabetes entwickelt, während andere wieder normale Blutzuckerwerte erreichen. Dazu wurden die Konzentrationen von 1.389 Proteinen im Blut von Personen mit Prädiabetes, neu diagnostiziertem Diabetes oder normaler Glukosetoleranz analysiert. Bei Personen mit Prädiabetes, die innerhalb eines Jahres Diabetes entwickelten, waren die Konzentrationen von 14 Proteinen im Blut signifikant erhöht im Vergleich zu Personen, die wieder eine normale Glukosetoleranz erreichten. Diese Proteine standen in engem Zusammenhang mit den Blutzuckerwerten und korrelierten stärker mit der Insulinsensitivität als mit der Betazellfunktion. Besonders die Proteine DCXR und GSTA3 waren bereits im Prädiabetes-Stadium mit einem erhöhten Risiko für die spätere Diabetesentwicklung verbunden. Zudem zeigte die Analyse, dass Veränderungen in immunologischen Signalwegen bereits vor dem Ausbruch des Diabetes vorhanden waren, was auf eine wichtige Rolle von Entzündungsprozessen bei der Krankheitsentstehung hinweist. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht nur eine gestörte Betazellfunktion, sondern insbesondere eine verminderte Insulinsensitivität und Veränderungen des Immunsystems zur Entwicklung von Diabetes beitragen. Die Proteine DCXR und GSTA3 könnten künftig zur Früherkennung von Personen mit hohem Diabetesrisiko dienen. Zudem stärken die Befunde die Annahme, dass chronische unterschwellige Entzündungen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Diabetes spielen. Dies könnte neue Ansätze für Prävention und Therapie eröffnen, die auf die Verbesserung der Insulinsensitivität und die Regulation des Immunsystems abzielen.

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