Vorlesung in einem hellen Hörsaal

Projekt

Mehr Technik, weniger didaktische Entscheidungsprozesse?

Der Beitrag untersucht den Einsatz generativer KI in der Unterrichtsplanung von Lehramtsstudierenden und analysiert Potenziale und Grenzen im Hinblick auf didaktische Entscheidungsprozesse. Im Fokus stehen Einstellungen, Nutzungspraktiken und wahrgenommene Kompetenzen angehender Lehrpersonen beim Einsatz generativer K…

Der Beitrag untersucht den Einsatz generativer KI in der Unterrichtsplanung von Lehramtsstudierenden und analysiert Potenziale und Grenzen im Hinblick auf didaktische Entscheidungsprozesse. Im Fokus stehen Einstellungen, Nutzungspraktiken und wahrgenommene Kompetenzen angehender Lehrpersonen beim Einsatz generativer KI in der Planung von Unterricht. Die Studie ist theoretisch durch das AI-PACK-Modell sowie das AI Competency Framework der UNESCO gerahmt, die als analytische Referenzrahmen für die Einordnung der empirischen Ergebnisse dienen. Methodisch basiert die Untersuchung auf qualitativen Interviews mit Lehramtsstudierenden sowie der Analyse von Unterrichtsplanungen, die mit und ohne Unterstützung generativer KI erstellt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass generative KI vor allem zur Ideenfindung, Strukturierung und Effizienzsteigerung genutzt wird. Zentrale didaktische Entscheidungsprozesse, etwa die Auswahl von Lernzielen, die didaktische Reduktion von Inhalten oder die Anpassung an konkrete Lerngruppen, bleiben jedoch an vorhandene pädagogische Kompetenzen gebunden. Daraus ergeben sich Implikationen für die Lehrer:innenbildung, insbesondere hinsichtlich der gezielten Förderung KI-bezogener didaktischer Urteilskraft und Reflexionsfähigkeit.

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