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Projekt

Maschine als Metapher

Ich frage in meinem Beitrag, ob die Einführung von automatisierter, computationell gestützter Bearbeitung als ein qualitativer Bruch im Verwaltungshandeln zu klassifizieren ist. Auch wenn damit modernes Verwaltungshandeln dem Ideal einer Turing-Maschine (TM) entspricht, die Steuerung »an die Maschine, deren Tätigkeit…

Ich frage in meinem Beitrag, ob die Einführung von automatisierter, computationell gestützter Bearbeitung als ein qualitativer Bruch im Verwaltungshandeln zu klassifizieren ist. Auch wenn damit modernes Verwaltungshandeln dem Ideal einer Turing-Maschine (TM) entspricht, die Steuerung »an die Maschine, deren Tätigkeit von hier ab nur mehr von der Bandinschrift und von den Gesetzlichkeiten der Zustandsübergänge abhängt« (Wiener und Bonik und Hödicke 1998, 11) übergeben wird, so bleibt doch vorerst der human factor der Verwaltungsorgane, die an bestimmten definierten Knoten des Aktenlaufs ihre Tätigkeiten vollbringen, erhalten. Einer anderen, tiefer und weiter reichenden Frage gehe ich im zweiten Teil meines Beitrags nach: jener nach dem Metaphorischen an der Computer-Metapher zur Erklärung von menschlichen Verstandesleistungen und von menschlicher Entscheidungssuche. Die Frage nach dem Metaphorischen versus dem Literalen an der Computer-Metapher mit Blick auf menschliche Kognition führt zur Überlegung, dass sie theoriekonstitutiven Status hat, den ich an ausgewählten Positionen aus Philosophy of Mind (David Chalmers) und informatischer Kognitionswissenschaft (Drew McDermott) diskutiere. Es zeigt sich, dass auch in dieser Diskussion menschliche Akteurinnen und Akteure konstitutiv mit ihrer Dynamik und der Verschränkung mit der Umwelt zu berücksichtigen sind, die sich von Input-/Output-Relationen unterscheiden. Daran ändern auch Konnektionismus und, so könnte man ergänzen, gegenwärtige Ausprägungen von Large Language Models (LLMs) nichts. LLMs und Konnektionismus entgehen ebenso nicht den Einwänden gegen die Computer-Metapher. Schließlich befrage ich mit dem Denkpsychologen und Schriftsteller Oswald Wiener erneut die Wirkmächtigkeit der Computer-Metapher für die Erklärung menschlicher Verstandesleistungen, dazu setze ich bei der Unterscheidung dessen an, was unter einem Zeichen für die Informatik versus einem Zeichen (symbol) in menschlicher Kommunikation, mithin in der Semiotik, verstanden werden kann.

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