Forschungsteam vor Bildschirmen mit Visualisierungen künstlicher neuronaler Netze

Projekt

Künstliche Intelligenz und Arbeit in Europa – eine fertigkeitsbasierte Analyse berufsspezifischer Exposition

Die Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf menschliche Arbeit werden in Gesellschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Diese Dissertation trägt zu dieser Debatte bei, indem sie eine fertigkeitsbasierte Perspektive auf europäische Berufe einnimmt. Ausgehend von den für die Ausübung von Arbeitsaufgaben erfo…

Die Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf menschliche Arbeit werden in Gesellschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Diese Dissertation trägt zu dieser Debatte bei, indem sie eine fertigkeitsbasierte Perspektive auf europäische Berufe einnimmt. Ausgehend von den für die Ausübung von Arbeitsaufgaben erforderlichen Fertigkeiten gemäß dem europäischen ESCO-Datensatz wird die Exposition gegenüber KI anhand von Benchmarks und einschlägiger Literatur bewertet. Anschließend werden für 3.039 Berufe Einflusswerte bestimmt, die das Ausmaß der Exposition je Beruf ausdrücken. Diese Einflusswerte werden zudem aggregiert und zwischen Berufskategorien sowie auf Länderebene verglichen. Entgegen herkömmlichen Annahmen über technologischen Fortschritt wird gezeigt, dass Berufe mit hohen kognitiven Fertigkeitsanforderungen besonders stark exponiert sind, während vorwiegend manuelle Tätigkeiten häufig einen deutlich geringeren Expositionsgrad aufweisen. Dies führt zu Verschiebungen in der Nachfrage nach Fertigkeiten und zu einer potenziellen Obsoleszenz bestimmter Fertigkeiten, mit Implikationen für die Akteure am Arbeitsmarkt sowie für politische Entscheidungsträger.