Projekt
Acute Respiratory Distress Syndrome – quo vadis
Zusammenfassung Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) ist ein heterogenes klinisches Syndrom, das sich durch eine variable Pathophysiologie und unterschiedliche therapeutische Ansätze auszeichnet. Die jüngsten Leitlinien betonen die Bedeutung der Bauchlagerung und der venovenösen extrakorporalen Membranoxygenierung (vv-ECMO…
Zusammenfassung Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) ist ein heterogenes klinisches Syndrom, das sich durch eine variable Pathophysiologie und unterschiedliche therapeutische Ansätze auszeichnet. Die jüngsten Leitlinien betonen die Bedeutung der Bauchlagerung und der venovenösen extrakorporalen Membranoxygenierung (vv-ECMO) für schwerste Fälle, während routinemäßige Recruitmentmanöver und extrakorporale CO 2 -Eliminationsverfahren nicht mehr empfohlen werden. Um die Personalisierung der ARDS-Therapie weiter voranzutreiben, zeigt die Identifikation von ARDS-Phänotypen mittels „latent class analysis“ vielversprechende Ansätze zur personalisierten Therapie. Zudem könnten adaptive Plattformstudien und auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Entscheidungsunterstützungssysteme die ARDS-Behandlung optimieren. Die zukünftige ARDS-Therapie wird zunehmend individualisiert sein und auf einer verbesserten Patientenstratifizierung, neuen Studiendesigns und dem gezielten Einsatz moderner Technologien basieren. Dieser Artikel fasst die aktuellen Entwicklungen in der ARDS-Therapie zusammen, insbesondere im Hinblick auf individuelle Behandlungsstrategien, neue Studiendesigns und den Einsatz von künstlicher Intelligenz.