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1275 Interfaces konfigurieren – Alien: Isolation (2014)
Interfaces konfigurieren -ALIEN: ISOLATION (2014)In ALIEN: ISOLATION geht es nicht um ein Alien.Der tatsächliche Spielverlauf in den Fluren einer verlassenen Raumstation besteht vielmehr darin, Handlungen an einer Vielzahl von Interfaces zu vollziehen, deren Ziel es gerade ist, jede Begegnung mit dem titelgebenden Ali…
Interfaces konfigurieren -ALIEN: ISOLATION (2014)In ALIEN: ISOLATION geht es nicht um ein Alien.Der tatsächliche Spielverlauf in den Fluren einer verlassenen Raumstation besteht vielmehr darin, Handlungen an einer Vielzahl von Interfaces zu vollziehen, deren Ziel es gerade ist, jede Begegnung mit dem titelgebenden Alien zu vermeiden.Im Mittelpunkt des Überlebenskampfes steht ein Verhältnis von subjektiviertem Handeln und bedrohlicher Umgebung, das stets im Innersten durch die Verwendung von Interfaces strukturiert ist.Im Modus des Survival Horrors steht in ALIEN: ISOLATION ein Verhältnis von Selbst und Welt im Mittelpunkt, das vornehmlich in der Benutzung maschineller Oberflächen vermittelt ist und von diesen hervorgebracht wird.Der eigentliche Schauplatz von ALIEN: ISOLATION liegt nicht im direkten, körperlichen Kampf gegen ein ohnehin für den größten Teil des Spiels unbesiegbares Alien, sondern in den Geräten und Interfaces, in denen menschliches und maschinelles Handeln ineinanderfließen.371 In diesem tatsächlich ausgeführten Handeln des Spielens von ALIEN: ISOLATION wird eine bestimmte Form jener dividuellen Subjektivität erfahrbar, die im ersten Teil dieses Buches als grundlegender Modus der Subjektivierung unter den Bedingungen algorithmischer Kontrolle gefasst wurde.ALIEN: ISOLATION macht das eigene Handeln als auf eine Weise mit dem Handeln algorithmischer Maschinen verschränkt erfahrbar, zu der es keinerlei Alternative gibt.Das eigene Handeln erweist sich als vollkommen untrennbar von den Handlungsweisen verschiedenster informatischer Oberflächen und in dieser Verschränkung allein liegt die Aussicht darauf, der tödlichen und gnadenlosen Umgebung der Raumstation doch etwas entgegensetzen zu können.Das Spiel inszeniert ein im eigenen, tatsächlich ausgeführten Handeln erfahrbares Verhältnis zu einer bedrohlichen Welt, das stets nur als Verhältnis zu algorithmischen Maschinen denkbar wird.Das ist die spezifische Poetik der Kontrolle, die in der Spielerfahrung von ALIEN: ISOLATION zutage tritt.Es gibt in gleichem Maße kein räumliches Entkommen aus der tödlichen Umgebung, wie es keine Möglichkeit gibt, sich im eigenen Handeln dem Handeln jener Maschinen zu entziehen.Der Horror von ALIEN: ISOLATION ist zugleich der Horror einer verwundba-��� Einige Vorüberlegungen dieser Analyse, insbesondere zu den Interfaces von ALIEN: ISOLA-TION, sind an anderer Stelle im Rahmen eines Beitrags zu Survival-Horror-Spielen erschienen.Vgl.